Autorin

Portrait_Jean

Jeanette Ghyczy (geb. Neuendorf) wurde 1968 in Ost-Berlin geboren. Sie erhielt eine Klassische Ballett-Ausbildung in der DDR und tanzte als Solistin an der Komischen Oper Berlin. Mit Beendigung ihrer Tänzerlaufbahn wechselte sie in den Journalismus. Sie gehörte u.a. zum ersten Redaktionsteam Spiegel Online. Heute ist sie freiberuflich im Bereich Social Media tätig. Jeanette Ghyczy lebt in Berlin. Sie schrieb bereits mehrere Kurzgeschichten und Gedichte. Derzeit hat sie ihre erste Kindergeschichte beendet.

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6 Gedanken zu “Autorin

  1. Hallo,

    Ich habe gerade Ihren schönen Bericht auf der Achse gelesen. Nur eine Anmerkung zu der unschönen Szene im Hilton Budapest. Angeber gab es auch im Osten. Ich, als Wessi, sass 1988 in Prag in einem kleinen Hotel beim Frühstück und musste ansehen wie ein dicker Ossi vor seinen Kollegen zeigen musste wie gebieterisch er die Bedienung überprüfen konnte. Taschenrechner (Robotron?) raus, nach oben gehalten und Rechnung wortreich überprüft. Die Bedienung musste daneben stehen. Das war peinlich, der Taschenrechner unterirdisch und das Herabwürdigen gekonnt.

  2. Guten Abend Frau Neuendorf, gerade eben habe ich Ihren Beitrag auf der Achse gelesen. Obwohl ich – als Wessi – noch nie in Budapest war, habe ich diese Stadt durch Sie gesehen. Ihre Bewunderung als Heranwachsende für diese ungarische Stadt kann ich nachvollziehen. Meine gesamte Verwandtschaft ist nach dem Krieg in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone hängen geblieben. Nur unseren Teil der Familie verschlug es nach Niedersachsen, in die britische Besatzungszone. Ich kenne daher die SBZ/DDR eigentlich recht gut.
    Besonders dieses Gefühl des familiären Zusammenhangs, auch mit Nichtfamilienangehörigen, habe ich kennengelernt. Etwas, was mir als Jungen oder später jungen Mann hier in Westdeutschland nie begegnete.
    Mit etwa 17 Jahren war ich soweit, daß ich in die DDR zu meinen Verwandten in Leipzig ausreisen wollte.
    Mein wenige Jahre jüngerer Vetter, den ich ins Vertrauen gezogen hatte, riet mir davon ab, was ich zunächst nicht verstand. Irgendwie hatte mein Vater davon ‚Wind‘ bekommen und quasi per ordre de chef verfügt, daß ich im Westen bleiben sollte. Gesagt, getan. Was Vater verfügte wurde eingehalten, man wurde ja auch erst mit 21 damals volljährig und den eigenen Unterhalt verdiente ich ja auch noch nicht.
    Warum schreibe ich Ihnen das alles? Ihr Artikel hat mich auf Ihren Roman neugierig gemacht.
    Ich grüße Sie sehr freundlich.

    • Hallo Herr Schmied, haben Sie ganz herzlichen Dank für Ihre Zuschrift. Es freut mich, dass die Geschichte etwas in Ihnen wieder hervorgerufen hat. Das ist das Schöne an Geschichten, das sie dies vermögen. Letztendlich besteht unser gesamtes Leben aus einer Aneinanderreihung von großen und kleinen Geschichten, nicht wahr?!

      Mit dem Roman dauert es noch ein wenig. Aber bis dahin gibt es bestimmt noch die eine oder andere Geschichte. 🙂

      Herzlichst,
      Jeanette Neuendorf

  3. Hallo,
    Ihr Artikel über Budapest hat Erinnerungen gewckt;
    ich hatte in de Achse des Guten Ihren Artikel über das Verpetzen gelesen und habe bei der Gelegenheit auch Ihren Artikel über Budapest angetroffen und gelesen. Nach meiner Lehre war ich zum ersten Mal in Budapest, über Ibusz eine Privatunterbringung gefunden. Ich war von Anfang an begeister von der Stadt und den Menschen. Mit einem Wortschatz von 40 oder weniger Wörtern darunter auch solche unheimlich wichtige wie die Drehleier konnte ich mich mit der freundlichen alten Dame in meiner Unterkunft irgendwie verständigen.
    Nu wohne ich seit 2008 in Ungarn, aber in Pécs in meinem eigenen Haus und bin über die Zustände in Deutschland entsetzt, ich hatte auch in Pécs extrem schlechte Erfahrungen mit Deutschen (allerdings ohne Mercedes oder Marlboro) gemacht. Denunziantentum, sich wichtig zu machen, wie Knöllchenkurt in Osterode oder unheimlich viele in Göttingen scheint etwas typisch deutsches zu sein oder irre ich mich da?
    In Ungarn, so mein Gefühl ist man sicherer als in D. Ach ja inzwischen spreche ich auch ganz passabel ungarisch.
    Gruß

    • Hallo Herr Braus, vielen Dank für Ihre Zuschrift. Es freut mich, dass Sie ihr neues Zuhause in Ungarn gefunden haben.
      Es ist wichtig zu wissen, was einen glücklich macht. In diesem Sinne, alles Gute. Herzlichst Jeanette Neuendorf

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